Résumé
Die Begabtenförderung ist ein Auftrag der Volksschule, wobei die Umsetzung in der Praxis nicht einheitlich geregelt ist. Eine Onlinebefragung der Interkanonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) zur Angebotslage in der Deutschschweiz und dem Fürstentum Liechtenstein zeigt, dass 91 Prozent der Schulen Begabtenförderung anbieten. Oft fehlt jedoch eine systematische Identifikation (hoch-)begabter Schüler:innen oder eine angemessene Ausbildung der Schulischen Heil- und Sonderpädagog:innen (SHP) - dies zeigt sich insbesondere im gesamten Prozess des Überspringens einer Klasse. Die Studie betont den Bedarf an gezielter Aus- und Fortbildung sowie einer institutionellen Verankerung, um (hoch-)begabte Schüler:innen bedürfnisorientiert zu fördern und die Lücke zwischen dem Anspruch an sonderpädagogischem Förderbedarf und der Realität zu schliessen.