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Verhaltensauffälligkeiten an beruflichen Schulen wurden bisher eher selten untersucht. Dabei liegt die Hypothese nahe, dass sie ein recht drängendes Problemfeld für viele Schulen in diesem Bereich darstellen. Im Rahmen einer Pilotstudie wurden mit der Teacher‘s Report Form (TRF) sowie dem Youth Self Report (YSR) der Achenbach-Skalen (CBCL) Informationen zur Schülerschaft einer recht großen Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung in Bayern erhoben. Von Interesse waren neben dem generellen Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten die Fragen nach besonders in den Vordergrund tretenden Auffälligkeiten, nach Verhaltensauffälligkeiten im Vergleich bestimmter Teilgruppen der Schülerschaft sowie nach qualitativen Spezifika. Während sich die Auffälligkeitsraten anhand der Lehrerangaben als überraschend gering erweisen, gilt für die Angaben seitens der Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Gegenteil. Letzteres wird durch die teilweise beeindruckenden qualitativen Angaben gestützt. Diskutiert werden auch verschiedene Geschlechtsunterschiede sowie Unterschiede in der Ausprägung von Verhaltensauffälligkeiten bei bestimmten Teilgruppen wie Jungarbeitern, Personen in der Berufsvorbereitung sowie bestimmten Ausbildungsgängen. Des Weiteren werden anhand der Ergebnisse Potenziale und Probleme der eingesetzten Methode erörtert.

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