Der Beitrag thematisiert den vom Ansatz der Partizipativen Forschung geforderten Einbezug von Menschen mit Lernschwierigkeiten in die Forschungspraxis vor dem Hintergrund der praxeologischen Wissenssoziologie. Ein solcher Einbezug wird dabei grundsätzlich als möglich, nicht aber als Voraussetzung für eine gegenstandsangemessene Forschung angesehen. Die Standortgebundenheit der Forscher wird im Beitrag bezüglich der Frage der Vertrautheit und Fremdheit von Betroffenen gegenüber den Forschungssubjekten diskutiert, die es in jedem Fall methodisch zu kontrollieren gilt. Zudem wird der Aspekt der Betroffenheit und Subjektivität im Prozess der Erkenntnisgewinnung methodisch problematisiert und in Bezug zur Frage gesetzt, auf welche Sinnebenen die Erkenntnisgewinnung gerichtet ist: auf explizites Wissen und subjektive Theorien oder auf vorreflexive implizite Wissensbestände und Prozessstrukturen der Alltagspraxis.