Résumé

n der vorliegenden Studie wird die Frage der diagnostischen Angemessenheit der neu normierten Hamburger-Schreib-Probe (HSP; May, 2013) für Schweizer Schülerinnen und Schüler exemplarisch in Deutschfreiburg untersucht. Ein Vergleich der Freiburger Stichprobe mit der HSP-Eichstichprobe hinsichtlich quantitativer und qualitativer Testindikatoren ergab eine Reihe von Unterschieden, wobei die deutsche Stichprobe insgesamt mehr Leistungsvorteile verzeichnete als die Freiburger. Die Schweizer Schülerinnen und Schüler weisen auf mehreren Klassenstufen bessere alphabetische Schreibfertigkeiten auf, sind den deutschen Kindern jedoch im orthographischen Schreiben fast durchwegs unterlegen. Die Anwendung von HSP-Originalnormen führt zu einer Unterschätzung der Rechtschreibleistung von Freiburger Primarschulkindern und generiert sehr unterschiedliche stufenspezifische Anteile von als rechtschreibschwach eingestuften Schulkindern. Die überprüften HSP-Normen passen folglich nur bedingt zu den Rechtschreibleistungen der Freiburger Stichprobe. Eine zusätzliche Mehrebenenanalyse konnte die prädiktive Bedeutung von einigen Individualfaktoren für die Schreibkompetenz belegen, jedoch nicht für Merkmale des Klassenkontextes.

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