Abstract

Der Artikel stellt die Grundpositionen eines Ansatzes der sonderpädagogischen Forschung dar, der als empirische Wirkungsforschung charakterisiert werden kann. Wirkungsforschung darf sich aber nicht als neutrale Empirie verstehen, sondern muss werteorientiert und reflektiert sein. Gegenstand der Sonderpädagogik ist die Behinderung oder Störung der Weltaneignung, wobei die Behinderung oder Störung des Aneignungsprozesses nur als Differenz zu einer Erwartungsnorm bestimmt werden kann. Eine sonderpädagogische Wirkungsforschung kann durch deskriptive und präskriptive Forschung dazu beitragen, die Behinderung und Störung von Aneignungsprozessen zu beschreiben und zu erklären sowie Unterstützungsmaßnahmen abzuleiten und zu überprüfen. Letztendliches Ziel ist die Entwicklung und empirische Prüfung handlungsleitender Theorien. Es darf aber nicht übersehen werden, dass die Zielvorstellungen pädagogischen Handelns nicht aus der deskriptiven oder präskriptiven Forschung stammen können. Hier bedarf es der Ergänzung durch die normative Forschung.

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