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Weltweit verstehen sich viele Gehörlose einer globalen Gemeinschaft, einer länderübergreifenden »Deaf Nation« zugehörig. Trotz der Heterogenität ihrer kulturellen Ausprägungen, die etwa durch die Nutzung verschiedener Gebärdensprachen bedingt ist, haben sie doch eines gemeinsam: die primär visuelle Wahrnehmung, die eine gänzlich andere Kulturproduktion und Sozialisierung als in der hörenden Mehrheitsgesellschaft bewirkt. In der Tradition einer klassischen ethnologischen Monographie diskutiert Anne C. Uhlig daher verschiedene Aspekte gehörloser Ethnizität, visueller Kultur, gehörloser Verwandtschaft und gebärdensprachiger Benennungssysteme - aber auch die Frage nach der kulturellen Auswirkung von Oralität und Signalität. Ihre Studie beleuchtet Begegnungspraktiken, Festzyklen sowie Status- und Prestigeerwerb in der (globalen) Gehörlosengemeinschaft.

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