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Lese-Rechtschreibschwierigkeiten resultieren häufig aus Defiziten in der phonologischen Informationsverarbeitung. Während man sich im deutschsprachigen Raum in Theorie und Praxis der Diagnostik und Prävention dabei stark auf die Funktion der phonologischen Bewusstheit konzentriert, rücken in der internationalen Forschung das Konstrukt der Benennungsgeschwindigkeit und der damit assoziierten automatisierten Worterkennung immer stärker in den Vordergrund. Im vorliegenden Beitrag soll nach einer kritischen Analyse der Bedeutung der phonologischen Bewusstheit die Aufmerksamkeit auf eben diese Zusammenhänge gelenkt werden. Es wird betont, dass insbesondere Kinder mit einem Defizit in der Benennungsgeschwindigkeit besondere Unterstützung bei der Ausbildung automatisierter Leseprozesse benötigen.

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