Wie reflektieren Kinder Fragen zum Thema Sterben und Tod und welche Vorstellungen entwickeln und verbalisieren sie dazu? Zunächst werden Theorien zur Entwicklung der Todesvorstellungen dargestellt, mit dem Schwerpunkt auf der kognitiven Dimension des Todesverständnisses nach Wittkowski (1990). Die anschließende Auswertung einer qualitativen Studie, an der insgesamt 27 Kinder im Alter zwischen zehn und 13 Jahren teilgenommen haben, zeigt exemplarisch, wie diese Kinder Fragen im Zusammenhang mit Sterben und Tod reflektieren und welche Dimensionen des Todesverständnisses sie erworben haben. 17 der teilnehmenden Schüler besuchten eine Grundschule, die anderen zehn eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Körperliche und Motorische Entwicklung im Raum Augsburg. Auf Grund der kleinen und nicht repräsentativen Stichprobe sind die vorliegenden Ergebnisse nicht generalisierbar; ebenso wenig lassen sich Unterschiede zwischen nicht behinderten und Kindern mit Körperbehinderungen herausarbeiten.